Erweiterung Bundeskriminalamt Berlin-Treptow, 2005 - 2006 1. Preis Wettbewerb
Gleich einer Insel liegt das Areal des Bundeskriminalamts inmitten eines sehr heterogenen Umfelds. Mit drei klaren Baukörpern zielt unser Entwurf auf die Vermittlung der Gegensätze ab – er bindet das Grundstück in den städtebaulichen Kontext ein, bildet jedoch gleichzeitig durch die regelhafte Wiederholung der Volumina eine eigenständige, signifikante Figur und stärkt den Zusammenhang des gesamten Areals. Grundlage ist der Typus des Hofhauses, der als Abstraktion der zentralen Kasernenstruktur gelesen werden kann. Die Hofhäuser setzen mit ihrer inneren Organisation um eine freigehaltene Mitte und einer korrespondierenden Landschaftsplanung sowohl die städtebauliche Figur als auch den parkähnlichen Charakter der Anlage fort: Jedem Körper wird ein Freiraum mit äquivalenten Proportionen zugeordnet, die Freiflächen können als Spiegelung der architektonischen Körper in die horizontale Ebene gelesen werden. Jede Baustufe schließt einen städtebaulichen Raum ab – es entsteht ein harmonisches Zusammenspiel von Bestand und Neubauten, von Architektur und Landschaftsraum. In der ersten Baustufe wird der Verwaltungsbau mit Kantine, Tiefgarage und dem sich zwischen ihm und Haus M aufspannenden Hof errichtet. Der zweite Bauabschnitt führt diese Achse entlang der Elsenstrasse mit einem kleineren Hofhaus fort, das mit einer Fuge an das Haus A herangerückt ist. Die dritte Bauphase sieht neben der Aufstockung des Parkhauses V auf insgesamt vier Geschosse dessen Erweiterung zum Westen vor. Als vierte Stufe erfolgen der Abriss des Parkhauses BKA und die Errichtung eines dritten Baukörpers, der orthogonal zu den beiden Neubauten steht, drei Höfe bildet und somit als Dreh- und Angelpunkt des Areals fungiert. Die Baukörper sind in Anlehnung an den Bestand als liegende, fünfgeschossige Volumen vorgesehen. Das rationale Fassadenraster zieht sich gleichmäßig um die Ecken und schafft prägnante, monolithische Körper. Bruttogeschossfläche (BGF): 37.894 qm