Der schöne Schumacher Bau der HfbK Hamburg kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der Hochschule keinen technisch funktionierenden Vortragssaal gibt. Der Umbau des jetzigen ‚Großen Hörsaals‘ soll einerseits alle Mängel wie die Akustik, die unzureichende Möglichkeit der Verdunklung und die engen Sitzabstände beheben. Darüber hinaus soll dem bestehenden Bau eine adäquate Ergänzung hinzuzufügt werden, die dem architektonischen Anspruch des Gebäudes genügt. Für den Umbau des Hörsaals der HfbK Hamburg schlagen wir ein raumstrukturelles Konzept vor, das zwei Ringe miteinander verknüpft: Bei den Ringe handelt es sich um ein in horizontaler Richtung umlaufendes Lichtband aus hinterleuchtetem, geätztem Glas und einem in vertikaler Richtung verlaufendem „Funktionsmöbel“ aus Wenge. Dieses schließt die Bestuhlung, die Technikbox, die Decke mit Akustikelementen und der direkten Beleuchtung, das Pult und das Bühnenpodest ein. Zur besseren Erreichbarkeit der Sitzplätze wurde die Anzahl auf 96 reduziert, Tische und Sitze mit Klappmechanismus eingeplant und der Sitzabstand auf 90 cm vergrößert. Das umlaufende Lichtband verbindet hinterleuchtete Schaukästen auf der einen und Blendschutz auf der anderen Seite. Durch die geätzte Oberfläche entsteht ein subtiles Farbenspiel, das im Kontrast zum warmen Holzton des Funktionsmöbels dem Hörsaal einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Bruttogeschossfläche (BGF): 200 qm Bauherr: Hochschule für bildende Küsten Hamburg
Umbau des Hörsaals der HfbK, Hamburg, 2002 - 2003