HIG Haus im Gehege Berlin, 1999 - 2000
Das Reihenhaus wurde 1912 von dem Architekten Heinrich Schweitzer erbaut. Als Bestandteil einer Gesamtanlage ist es als Baudenkmal in der Denkmalliste Berlins verzeichnet. Im Rahmen der Sanierung und des Umbaus des Hauses 1999-2000 ging es grundsätzlich um die Beibehaltung der äußeren Erscheinung des Hauses bei gleichzeitiger Anpassung des Grundrisses an aktuelle Komfortstandards und eine Neuinterpretation des ursprünglichen Zustandes der durch diverse Umbauten verunklarten Treppensituation. Die neue Treppe ist Kernstück des Hauses. Der großzügige, dreigeschossige Treppenraum wird, wie auch schon bei der Errichtung des Hauses vorgesehen, durch ein Oberlicht belichtet. Mit seinen 16 Mattglasfeldern in Edelstahlrahmen gibt es die Form des neuen quadratischen Treppenauges wieder. Wie ein maßgeschneidertes Raumregal schmiegen sich die auskragend ausgeführten und allseitig in Eiche bekleideten Treppenläufe und Podeste an die Raumgrenzen, wobei die Unterseiten die Steigungen der Oberseiten nachzeichnen. Edelstahlstabgeländer komplementieren das Bild. Neben diesem besonderen Entree schafft die neue Treppe auch die Klärung der bis dahin verbauten Grundrissorganisationen der Obergeschosse. Zur Gartenseite hin wird durch die neue Gestaltung der Wintergartenfassade mit einer leichten Verglasung wiederum der ursprüngliche Charakter in neuer architektonischer Ausbildung erzeugt. Gestaltung und Ausbau im Innern von Wohnräumen, Bädern, Küche, Kamin, Weinkeller und Bibliothek sind geprägt von klaren Linien und präziser Detaillierung im Materialklang von Putz, Holz, Naturstein, Glasmosaikfliesen und Edelstahl. Bruttogeschossfläche: 300 qm