KBT Hauptorgel der Konstatins-Basilika Trier, 2009
Die neue Orgel für die Konstantin- Basilika ist ein riesiges Bauwerk innerhalb eines Raumes, der in seiner ursprünglichen Form als reiner Raum erfahrbar war. Dieser „Neubau“ wird den Raum maßgeblich nicht nur klanglich, sondern auch räumlich beeinflussen, unabhängig davon ob die Orgel an der Wand hängt, an der Decke befestigt wird, oder ob sie frei steht. Um dennoch weiterhin den räumlichen Eindruck des Ursprungszustands zu ermöglichen, haben wir uns dafür entschieden die Orgel von der Wand abzurücken und das Raumvolumen auch hinter der Orgel hindurchfließen zu lassen. Wie schon in der ersten Fassung gliedern wir den Prospekt mit Bezug auf die Gliederung der hinteren Wand auf drei Körper und stellen diese auf eine lastverteilende Ebene. In dieser Ebene befindet sich die Tragkonstruktion, die Trakturschächte und es wird auch eine Empore ausgebildet, so dass auch ein kleiner Chor von hier aus auftreten kann. Der Zugang zur Orgel erfolgt in dem Körper der vor dem Windfang steht. Somit wird einerseits die sehr unschöne Eingangssituation geklärt, zum Anderen befindet sich hier der Büchertisch, der wie ein Kiosk bei Nichtbenutzung einfach weggeklappt werden kann. Im zweiten Fuß wird der mobile Spieltisch untergebracht. Somit steht kein ungeordnetes Mobiliar herum. Die Situation um den Taufstein wird somit durch die Orgel nicht eingeengt. Mit dem vorgeschlagenen Projekt für die neue Orgel der Konstantin- Basilika wird dieser wunderbare Raum nicht nur nach wie vor als ganzer, ungestörter Raum erfahrbar bleiben, er bekommt ein, dem Volumen angemessenes, adäquates Instrument und verschiedene ungelöste Punkte räumlich- funktionaler Natur wie der störende Windfang, der Büchertisch und der mobile Spieltisch werden in dem Zuge zu einer ganzheitlichen Lösung.