NOV Bibliotheks- und Bürogebäude Novartis Basel, 2003
Der Masterplan für den zukünftigen Wissenschaftscampus der NOVARTIS in Basel mit seinen klar definierten Baukörpern und Freiräumen baut auf tradierte städtebauliche Strukturen. Das Gebäude NOVARTIS 156 formuliert die dritte Front am Hauptplatz. Bei der Konzeption des Gebäudes im Rahmen eines geladenen internationalen Wettbewerbes spielte auf verschiedenen Ebenen die Vernetzung von Orten, Räumen und Strukturen eine große Rolle. Die Vernetzung im Stadtraum Die Arkade der Platzfassade und die drei Höfe strukturieren das Gebäude außenräumlich, ohne das Gesamtvolumen aufzugeben, da der Sockel und die Blockkanten dieses gänzlich ausspannen. Die Vernetzung der Außenhaut Aus den Rahmen der Arkade erwächst ein Gerüst, das durch seine Großmaßstäblichkeit, aber auch durch die Fügung der Bauteile untereinander als Bild für den Gebäude-„Organismus“ zu lesen ist. Die verzahnten Elemente aus sandgestrahltem Architekturbeton werden mitsamt der Marmorpaneele zu einem Gewebe, das in seiner Ordnung dem Geist des Städtebaus entspricht, während die Zufälligkeit in der Lage der verschiebbaren Sonnenschutzglaspaneele die Individualität des hinter der Fassade arbeitenden Mitarbeiters ausdrückt. Die Vernetzung der Räume Wie die Arkade das Bindeglied zwischen Platz und Haus darstellt, wird die Lobby im Inneren des Hauses zum zentralen Ort des Raumgefüges von öffentlicher und dienstlicher Kommunikation. Daran anschließend kommt die Bibliothek als „Kommunikationsherzstück“ aber auch als Ort der Kontemplation dem Grundbedürfnis nach Verlangsamung in der pulsierenden Arbeitswelt nach. In den Obergeschossen dienen die Höfe der Vernetzung der Bürogeschosse, auch in Reaktion auf die besondere Gebäudetiefe, schaffen im Inneren Querbezüge von verschiedenen Gebäudeteilen und ermöglichen somit den angestrebten lebendigen Büroorganismus. Die Vernetzung der Bürostrukturen YOUR OFFICE IS WHERE YOU ARE. Der schnelle Wechsel von Einzelarbeit und Gruppenarbeit, von der Telekommunikation und face-to-face Kontakten muss räumlich durch eine flexible Gebäudestruktur umgesetzt werden. Im Raum zwischen den Räumen dieser unterschiedlichen Anforderungen findet die Vernetzung der Menschen und deren Ideen statt. Keine langen dunklen Flure, sondern durch Tageslicht zonierte Räume werden mit den angrenzenden Arbeitsplätzen als ein kontinuierlicher Innenraum erlebt. Bruttogeschossfläche (BGF): 9.100 qm