Das Haus in der Pücklerstraße wurde um 1912 von Richard Walter für den Herrn Fabrikbesitzer Julius Wurmbach erbaut und seitdem einige Male umgenutzt. Heute ist das Grundstück Eigentum des Bundes. Die seit einem Umbau 1984 als Gästehaus der Bundesregierung genutzte Villa wurde 1998-99 zur neuen Amtswohnung des Bundeskanzlers umgebaut, wobei der Schwerpunkt der baulichen Maßnahmen auf der sicherheitstechnischen Aufrüstung lag. Das Erdgeschoss bietet die Räumlichkeiten wie Eingangshalle, Salons und Speisezimmer für Empfänge und repräsentative Aufgaben des Bundeskanzlers. Im Obergeschoss erfolgte eine teilweise Neuorganisation der Grundrissdisposition, die eine in sich abgeschlossene Wohnung ermöglichte. Die neue Innenausstattung stellt eine zurückhaltende, zeitlose Ergänzung, teilweise durch eigens entworfene Möbel und Einbaumöbel wie Esstisch und Küchentresen, dar. Zur Straße wurde der Neubau eines Wachhauses errichtet. Der einfache Kubus rahmt die Einfahrt. Die in Dorfer Grün im Römischen Verband gemauerten Wände werden im gleichförmigen Rhythmus von Lisenen und Öffnungen bzw. zurückliegenden Wandflächen gegliedert. Bruttogeschossfläche (BGF): 750 qm Bauherr: BRD durch Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Umbau des Amtssitz des Bundeskanzlers, Berlin, 1998 - 1999