PPB Polizeipräsidium Bonn, 2004
Wenig Hüllfläche, kurze Wege, flexible Grundrisse, ein klares Sicherheitskonzept und ein differenziertes, abwechslungsreiches Geflecht von Aussen– und Innenräumen, dies sind in kurzen Stichworten die entwurfsbestimmenden Merkmale unseres Projektes für das Polizeipräsidium Bonn. Einem Radioschaltplan gleicht das Beziehungsgeflecht der verschiedenen zu entwerfenden Räume. Diese sehr große Baumasse orientieren wir um vier Höfe und ein Zentrum. Dadurch bekommen die sehr unterschiedlichen Bereiche ihren Anforderungen gemäße Außenräume zugeordnet und die Baumasse wird gestalterisch in unterschiedlich vor- und zurückliegende Bauteile gegliedert. Zu jeder Straßenfront tritt ein Bauteil hervor und verhindert damit eine ellenlange ungegliederte Bauflucht. Der repräsentative Eingang mit Vorfahrt liegt an der Königswintererstraße. Am Eingangshof, der mit einem Wasserbecken und Sitzgelegenheiten zum Verweilen einlädt, liegen der Haupteingang, die öffentliche Cafeteria und der 24h-Eingang zu den Wachen. Somit sind alle öffentlich relevanten Bauteile hier versammelt, was dem Eingangshof das nötige Leben verleiht. Der Besucher betritt die Eingangshalle, die zusätzlich über Oberlichter in der Kassettendecke belichtet wird und ihre Fortsetzung im Mehrzwecksaal findet. Von hier werden zur einen Seite die Wachen, zur anderen Seite die Vorbeugung, die Sporthallen und die Kantine erreicht. Die Haupterschließung mündet auf jedem Geschoss zentral in ein Foyer, an dem jeweils die öffentlichen Bereiche liegen. Von dort aus reihen sich, horizontal und auch vertikal sinnfällig verbunden, alle Organisationsbereiche der Polizei. Aufweiterungen an den belichteten Flurenden werden als Warte- und Pausenzonen ausgebildet. Die fortlaufende Struktur des Hofflügelhauses ermöglicht leicht Verschiebungen einzelner Einheiten und bietet höchste Grundrissflexibilität. Bruttogeschossfläche (BGF) mit Parkhaus: 45.900 qm