Die Exklusivität des Standortes, den Willen des Bauherren, ein besonderes Haus zu bauen, und den berechtigten Wunsch der jetzigen Anwohner „in 2. Reihe“, weiterhin den Bezug zum Wasser zu behalten, beantworten wir mit einem kompakten Solitär am südlichen Grundstücksrand. Dessen Kanten nehmen sowohl mit den Blickachsen von der neuen Spandauer Seebrücke sowie der umliegenden Bebauung und nicht zuletzt zum Wasser einen Dialog auf. Als neuer städtebaulicher Schwerpunkt kann das Hochhaus als Schlussstein der Entwicklung an diesem Standort gelesen werden. Das Haus ist in den leicht konischen zweigeschossigen Sockel, in den eine Kindertagesstätte geplant ist, den Schaft mit je 3 Wohnungen pro Geschoss und die Dachkrone aus zwei Staffelgeschossen mit Maissonettewohnungen gegliedert und steht auf einem Tiefgaragenplateau. Dieses wird mittels schräger Ebenen in die Gartengestaltung einbezogen, um keinen Wall vor dem Gebäude aufzubauen. Auf dem Plateau ergibt sich schlüssig der geschützte Bereich für die Kinderspielflächen im Freien. Jede Wohnung ist zum Wasser hin ausrichtet. Die Halle, durch die alle öffentlichen Räume der Wohnung erschlossen sind, zusätzliche Duschbäder, französische Fenster mit Klappläden und mehrjochige Loggien bzw. Dachterrassen sind die Attribute, die das geplante Wohnhaus vom geförderten Wohnungsbau in der Wasserstadt abheben und das Wohnungsangebot auf einem hohen Niveau bereichern. Die Fassade soll als Putzfassade mit einem Relief aus umlaufenden Mäander-bändern und Geschossbändern als neuartige Interpretation der gründerzeitlichen Lochfassaden ausgeführt werden. Bruttogeschossfläche (BGF): 6.500 qm
Wohnhochhaus in der Wasserstadt Spandau, Berlin, 2001 - 2003